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Glossar

Eine Zusammenstellung der wichtigsten Kletterbegriffe. Registrierte Benutzer haben die Möglichkeit, neue Begriffe hinzuzufügen bzw. bestehende Einträge zu überarbeiten. Idealerweise lernen hier die Neuen von den Alteingesessenen. Ein weiterer guter Anlaufpunkt ist auch das freie Online-Buch „Klettern” aus der Wiki-Books-Serie.

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Alpinklettern

Beim Alpinklettern steht im Gegensatz zum Sportklettern nicht so sehr die sportliche Herausforderung das Ziel dar, sondern man will den Gipfel eines Berges erreichen. Dabei müssen in der Regel mehrere Seillängen hohe Felswände oder Pfeiler überwunden werden. Da die Kletterer je nach Erreichbarkeit und Ausmaß der Wand ganz oder teilweise auf sich allein gestellt sind, sind eine sorgfältige Routenplanung und -Auswahl sowie Kenntnisse in Standplatzbau, Abseilen und Bergungstechniken erforderlich. Auch wenn das Alpinklettern dem Freiklettern zuzuordnen ist, kann es nötig sein, technische Kletterei anzuwenden, um an Stellen, für die der Kletterer keine frei kletterbare Lösung findet, nicht unnötig Zeit zu verlieren und so die Seilschaft in Gefahr zu bringen. Durch die immer bessere Ausrüstung und den gestiegenen Leistungsstand der Kletterer hält der Sportgedanke inzwischen auch im Alpinklettern Einzug, was sich in der Spielform des sogenannten Alpinen Sportkletterns äußert. Hier wird versucht, die Leistungsgrenze auch in alpinen Mehrseillängenrouten immer weiter nach oben zu verschieben.

Siehe auch: Alpinklettern

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Bigwall-Klettern

Das Bigwall-Klettern ist das Beklettern sehr hoher Felswände wie z. B. denen im Yosemite Valley in den USA, im Nationalpark Paklenica in Kroatien, in Norwegen oder in Pakistan. In der Regel ist das Bigwall-Klettern nur zum großen Teil technisch durchzuführen. Auch wenn die gestiegenen Leistungen der Spitzenkletterer dazu geführt haben, dass einige der ehemaligen Techno-Linien im Yosemite mittlerweile frei geklettern werden konnten, so ist aufgrund der Kompaktheit des Felses - meistens Granit - die freie Begehung für die meisten Aspiranten eine Utopie. Da das technische Klettern sehr viel zeitaufwändiger als eine freie Begehung ist und zudem eine Unmenge an Material erfordert, kann es erforderlich sein, Lebensmittel und Übernachtungsmaterial mitzunehmen, um in der Wand übernachten zu können.

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Bouldern

Bouldern ist das Klettern an Felsblöcken (engl: Boulder) in Absprunghöhe. Beim Bouldern liegt der Schwerpunkt auf der Lösung kurzer, nur wenige Züge langer sogenannter „(Boulder-)Probleme”, die teilweise schwierige, selbst innerhalb des Kletterns ungewöhliche Bewegungsabläufe erfordern. Eine Seilsicherung ist hierzu nicht notwendig, zur Dämpfung von Stürzen werden Crashpad genannte Matten verwendet. Zusätzlich zu Crashpads kann die Hilfestellung eines oder mehrerer Sicherungspartner, Spotter genannt, nötig sein. Der Spotter soll den Kletternden nicht auffangen, sondern lediglich sicherstellen, dass er sicher auf dem Crashpad landet und nicht umfällt oder stolpert. Es kann sowohl an Naturfelsen als auch an Kunstwänden gebouldert werden, außerdem ist Bouldern eine Disziplin des Wettkampfkletterns.

Siehe auch: Bouldern

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Buildering/Gebäudeklettern

Das Gebäudeklettern (engl. buildering) findet – nicht selten illegal – an Fassaden und architektonischen Monumenten statt. Bekanntester Vertreter dieser Art zu Klettern ist der Franzose Alain Robert, der zudem in der Regel auch Free Solo klettert.

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Einseiltechnik (SRT)

In der Anfangszeit der Speläologie wurden viele Höhlen mit Hilfe von Leitern und Strickleitern erforscht. Allerdings war diese Art der Höhlenbefahrung sehr aufwendig und schwierig. Auch mit den Techniken des alpinen Kletterns stieß man schnell an Grenzen, lediglich aus dem Bereich des technischen Klettern konnten viele Techniken übernommen werden. Viele Ausrüstungsteile waren jedoch für den Einsatz in Höhlen nicht geeignet und so entstand im Laufe der Zeit eine neue Art der technischen Kletterei – die Einseiltechnik. Obwohl mit „Einseiltechnik” ein deutschsprachiger Begriff existiert, wird auch im deutschen Sprachraum überwiegend das Initialwort SRT des englischen Begriffs single rope technique verwendet.

Siehe auch: Einseiltechnik

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Eisklettern

Eisklettern ist das Klettern an Eisformationen wie z.B. gefrorenen Wasserfällen. Die Kletterer verwenden Steigeisen und Eisgeräte, um sich im Eis festzuhalten.

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Freiklettern

Beim Freiklettern (engl. Free Climbing) darf zur Fortbewegung nur der Fels und der eigene Körper genutzt werden. Seil und technische Hilfsmittel dienen lediglich zur Sicherung gegen Abstürze (der Begriff bezeichnet also nicht das Klettern ohne Sicherung). Diese Art des Kletterns wurde schon seit Ende des 19. Jahrhunderts in der Sächsischen Schweiz praktiziert und dort seitdem beibehalten. Von dort aus wurde es durch den Deutschamerikaner Fritz Wiessner in die USA „exportiert“. In Europa geriet das Freiklettern außerhalb der Sächsischen Schweiz mit dem aufkommenden Technischen Klettern ins Hintertreffen, und wurde erst in den 70er und 80er Jahren von den westeuropäischen Kletterern wiederentdeckt, die es in der Sächsischen Schweiz und den USA abgeschaut hatten. Es ist heute die populärste Form des Kletterns. Mit der Zeit haben sich im Freiklettern verschiedene Schwierigkeitsskalen und Begehungsstile entwickelt, um Leistungen unter unterschiedlichen Rahmenbedingungen vergleichbar zu machen. Die in Deutschland üblichen Bewertungsskalen sind die UIAA-Skala, die momentan von römisch I bis XI reicht und die Französische Skala von 1 bis momentan 9b. In der Sächsischen Schweiz existiert eine eigene Skala, die zur Zeit bis XIIb reicht. Die wichtigsten und allgemein anerkannten Begehungsstile sind in aufsteigender Reihenfolge ihrer Schwierigkeit: Rotpunkt, Flash, On Sight.

Siehe auch: Freiklettern

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Höhlenklettern

Der Begriff 'Höhlenklettern' wird umgangssprachlich für die Fortbewegung in einer Höhle verwendet und ist kein definierter Kletterstil. Es kann sich dabei einfach nur um laufen und schlufen handeln. Genauso können einfache Stellen frei geklettert werden oder es kommen auch Strick- und Aluleitern zum Einsatz. Zum Befahren von Schächten wird die Einseiltechnik verwendet. Das Höhlenklettern verfolgt kein wissenschaftliches Ziel wie die Speläologie.

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Klettersteig-Klettern

Klettersteige sind mit fest angebrachten Sicherungsmitteln wie Leitern und Stahlseilen gesicherte Kletter- oder Wanderwege. Der Kletterer ist durch eine Sicherheitsvorrichtung - dem Klettersteigset - mit dem Stahlseil oder der Leiter verbunden. Im Gegensatz zum Freiklettern am Felsen kommt man beim Klettersteig kaum in direkten Kontakt mit dem Felsen. Es werden, wie gesagt, die technischen Hilfsmittel zur Fortbewegung verwendet.

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Mixed-Klettern

Mixed-Klettern ist die jüngste Spielform des Eis- und Wasserfall-Kletterns, bei der man sich mit Eisgeräten und Steigeisen in Fels und Eis bewegt. Zum Beispiel werden überhängende Felszonen durchklettert, indem die Eisgeräte auf Felsleisten aufgelegt oder in Rissen verklemmt werden, und auf diese Art wird ein freihängender Eiszapfen erreicht und dann erklettert.

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